| Krähenflug 2008 |
| Geschrieben von: Herbert | ||||||||||||||||||
| Mittwoch, den 20. August 2008 | ||||||||||||||||||
Tour 1: Kornelimünster - RosportAm ersten Tag startete schon eine Gruppe von 8 Fahrern in Richtung Rosport. Das Wetter war ideal, sonnig aber noch recht frisch, nur der Wind blies recht zügig aus Südost. Bis Simmerath wurden alle Fahrer eingesammelt, dann ging es weiter nach Monschau und Höfen. Über die B258 und dann rechts ab nach Rocherath, Belgien. Ab jetzt wurde nur noch über kleine, verkehrsarme Straßen gefahren. Murringen, Honsfeld, Holzheim, Schönberg. Das Auf- und Ab zehrte schon ordentlich, deshalb gab es eine Pause im schönen Cafe von Schönberg.
Eigentlich war jetzt alles wunderbar, weiter durch das Tal bis Minden an der Sauer, weiter entlang der Sauer bis Rosport. Aber da war diese „schreckliche“ Baustelle. Anwohner rieten uns ab auch nur den Versuch zu unternehmen, durch die Baustelle durchzufahren um dann nach 300 m über die Fußgängerbrücke auf Luxemburger Seite weiter zu fahren. Da gab es doch den Weg nach Edingen - über den Berg. 5 km Zugabe, von 150 m auf 320 m Höhe und wieder runter auf 150 m. Nach 158 km war Rosport erreicht, dabei wurden 1950 Höhenmeter bewältigt, aber auch 2050 Gefällemeter genossen. Der Campingplatz von Rosport liegt sehr schön am Sauerstausee, bis zum Ort sind es nur wenige Schritte. Nach einem kräftigen Abendessen - Spende der Bahnhofsvision - bereitet in unserer Pfanne, wurde der Dehydrierung vorgebeugt. Streckenplan Tour 2: Rundtour Hunsrück - Eifel
Von Wasserbillig mit der Moselfähre nach Oberbillig und mit dem Rad geradeaus in den Weinberg. Der Kreuzweg von Oberbillig war einigen noch von der 3-Flüssetour 1991 bekannt. Einfach geradeaus den Berg hoch, 17%, rechts nacheinander die 14 Stationen, wir litten mit dem Herrn. Über Fellerich hinab nach Tawern und Wawern, entlang am Saarkanal durch die Weinberge. Jetzt kamen wir in das Ruwertal, endlich lief es ein wenig rund. Über einen schönen Radweg vorbei an Romika (Ort und Schuhfabrik) bis Sommerau. Als wir hier rechts in den kleinen Fahrweg abbogen, rief ein Anwohner hinter uns her „Keine Gnade für die Wade“. Wenige Meter weiter wussten wir warum. Mit bis zu 20% Steigung zog der schmale Weg den Berg hoch. Als der letzte oben ankam war der Schnitt - und teilweise auch die Stimmung - noch mehr im Keller. Bis Riveris wieder ins Tal, nur um den nächsten Hammerberg (10 - 12%) nach Osburg hoch zu fahren.
Wir waren jetzt im bzw. am Naturpark Saar-Hunsrück, wunderschöne Landschaften, Täler und Berge - die Straße führte Abfahrt nach Klausen und Esche, ab Sehlem wieder bergauf auf einer gerade fertig gestellten (die Baustellen verfolgten uns) und mit Split abgestreuten Straße, durch ein Waldgebiet und wieder recht heftig bergauf nach Dodenburg und weiter nach Heidweiler. In Richtung Orenhofen ging es schon leicht bergab, hinter Orenhofen stürzte die Straße dann auf einer langen Geraden ab in Richtung Kylltal - mit Tempo 80 bis zu den ersten Serpentinen die in Auw an der Kyll endeten. Durch das beschauliche Kylltal führt in diesem Abschnitt die Kyll, ein Schienenstrang und eine kleine Straße die eher als Radweg zu betrachten war. Vom Ort Kyll aus wurde dann die letzte Steigung des Tages nach Ittel in Angriff genommen, noch mal 2,3 km lang hoch, max. Steigung 8 - 9%. Über die Höhen, mit einer kleinen Abfahrt nach Welschbillig, noch ein wenig hoch und dann die letzten 5 km bergab in das Sauertal, nach Ralingen und über die Sauer nach Rosport. Am Ende waren es 139 km mit 2600 Höhenmeter, selten zuvor hatte ich eine Tour als so anstrengend empfunden wie diese Runde durch Hunsrück und Eifel, das ewige Auf- und Ab, die steilen Rampen mit über 10% Steigung die in fast jedem Anstieg vorkamen ließen so manche Alpenetappe im Vergleich als leicht erscheinen. Höhenprofil Streckenplan
Am 3. Tag, so stand geschrieben, ruhten die Fahrer. Nach langem Frühstück fuhren wir nach Beaufort und unternahmen eine Wanderung im Müllerthal.
Tour 3: Rosport - KornelimünsterNachdem einige die Rückfahrt mit dem Rad schon am Vortag antreten mussten, ander gar motorisiert nach Hause fuhren, traten am Freitag noch 4 Fahrer die Rückfahrt an. Das Wetter änderte sich, es lag Regen in der Luft und kurz nach der Abfahrt bekamen wir auch ein paar Tropfen ab, das war es dann aber auch schon mit Regen für den Tag. Schlimmer: beim ersten Schalten riss Wolfgang der Zug zum Umwerfer, der Arme musste somit erstmal auf dem kleinen Kettenblatt verbleiben. Von Rosport entlang der Sauer nach Echternach, weiter auf der deutschen Flussseite nach Bollendorf, über einen kleinen Anstieg nach Wallendorf und von dort entlang der Our nach Vianden. Kleine, ruhige Straßen, Dörfer die aus 3 Bauernhöfen bestehen, das Ourtal ist die pure Idylle. In Vianden ließ Wolfgang einen neuen Schaltzug einziehen und konnte dann wieder richtig mitdrehen. Allerdings ging es erst mal wieder bergauf. Wir verließen das Ourtal, 4 km von 280 m auf 500 m Höhe, bei Neuscheuerhof hatte uns die Eifel wieder und wir wieder die Höhen und Täler vor uns. Heute half der Wind ein wenig von hinten, über die L1 und L10 nach Karlshausen, kurz danach trafen wir auf die Strecke der Hinfahrt die wir von da an nahmen. Für die Rückfahrt waren es nochmals 150 km mit 2050 Höhenmeter. Streckenplan Krähenflug 2008
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